30.09.2007 - Gemeindefest

Bilder von Charly Ehnes

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Bilder von UFO (Uwe Forberg)

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„Da oben meint es einer gut mit uns“

Gute Laune, strahlender Sonnenschein und viele Besucher. So präsentierte sich das Apfelfest der Kirchengemeinde Heilig Geist am vergangenen Erntedanksonntag. Los ging´s bereits mit einem vollen Gotteshaus beim Familiengottesdienst. Der üppig geschmückte Erntedankaltar wurde noch durch ein schön dekoriertes Erntewägelchen der Kindergottesdienstkinder vervollständigt. Diese brachten sich dann auch mit Bildern ein, die einmal bewusst machten, wie viel dazu nötig ist, dass aus einem kleinen Kern ein großer Apfelbaum mit Früchten entstehen kann. In ihrer Ansprache dankten Pfarrer Ulrich Winkler und Prädikantin Manuela Noack den vielen Gruppen und Initiativen in der und rund um die Kirchengemeinde. Sie verglichen all diese aktiven Menschen mit Früchten am Apfelbaum „Gemeinde“. Musikalisch wurde das ganze stilvoll von Orgel und Posaunenchor untermalt. Letzterer bot im Anschluss noch ein kleines Konzert zum Mitsingen in der Kirche, dem etliche Gottesdienstbesucher sehr gerne noch lauschten.

Ab Mittag setzte sich das Fest rund um Pfarrhaus und Roßmühle fort, wobei „Chef vom Dienst“ Charly Ehnes alle Hände voll zu tun hatte, die verschiedenen Stände und Teams wegen des schönen Wetters ins Freie umzudirigieren. Die ehrwürdige Old Time Jazz Band sorgte in der ersten Hälfte des Nachmittags unter´m Lindenbaum stilvoll für gute Stimmung. In der zweiten Hälfte heizte die Nachwuchsband „Upgrade“ den Besuchern ein.

Zahlreiche Sozialanbieter boten Aktionen an. Der frisch gepresste Apfelsaft der Wegwarte wirkte einfach erfrischend. Am Apfelprobierstand von Simone Ehnes wurde manchem richtig bewusst, wie unterschiedlich die verschiedenen Apfelsorten doch schmecken. Interessante Apfelsaft-Mischungen konnte man bei der Evangelischen Jugend in Form von Cocktails kennen lernen. Besonders den Kleinen machte es Spaß, am Stand vom Kindergottesdienstteam und Heim Gottesweg Äpfel aus Holz auszuschneiden und zu bemalen. Wer Lust auf Spiele mit dem Schwungtuch hatte, oder den Inhalt von Fühlsäckchen erraten wollte, kam beim Krankenverein auf seine Kosten, während der Kindergarten Rappelkiste einige handwerkliche Dinge für kleinere Kinder anbot. Auch der Pfarrgarten kam zum Einsatz. Hier betreuten die Konfirmanden Kinder an den verschiedenen Stationen ihrer Spielstraße. Unter erschwerten Bedingungen einer Rauschbrille mussten Besucher beim Blauen Kreuz auf einem Strich auf der Straße entlanggehen. Der EineWelt-Laden entführte mit seinen Transfair-Produkten in fremde Kontinente. Und die Stöberleinsbühne fand in Steffen Schroth von der Projektschmiede einen geschäftstüchtigen Fürsprecher, der mit Losen zugunsten der Arbeit an der Bühne Geld sammelte.

Einen würdigen Abschluss fand das Fest schließlich am späten Nachmittag mit der Schlussandacht vom Singkreis. In seinem Schlusswort ermunterte Pfarrer Winkler dazu, durch „Einander-Tragen“ ein christliches Zeichen zu setzen. Und wie motiviert die verschiedenen Teams am Ende noch waren, zeigt, dass innerhalb einer Stunde fast alle Spuren des Festes wieder beiseite geräumt waren. Weil es so schönes Wetter war, hatten die Organisatoren kurzfristig beschlossen, mit dem Fest doch ins Freie zu gehen.

Und nicht allein aus dem Mund von Pfarrer Winkler war zu hören: „Da oben meint es einer gut mit uns.“ Dennoch waren Pfarrersehepaar und Kirchenvorstand sehr dankbar, dass Ehepaar Schmitz von der Jugendherberge ihre Räumlichkeiten für den erwarteten Regen und als Rückzugsraum zur Verfügung gestellt hatte. Das Echo auf das Gemeindefest war so erfreulich, dass schon mancheiner laut darüber nachdachte, so eine Veranstaltung in ähnlicher Form wieder einmal zu machen. Vielleicht sogar einmal als ein Kappenzipfelfest. Aber das ist Zukunftsmusik.